RGH Lunden mit Außenstelle Lehe

Gemeinschaftsschule Hennstedt-Lunden ab 1.8.2010 -

oft gestellte Fragen (FAQ)

 

               Die Schullandschaft in Schleswig-Holstein ist in Bewegung geraten, die Unruhe ist vielerorts groß und an allen Ecken und Enden besteht noch Klärungsbedarf. Die Schullandschaft in Lunden jedoch ist verlässlich geklärt. Wir beantworten hier gerne noch die Fragen, die uns in den letzten Wochen und Monaten am häufigsten gestellt werden.

 

1. Frage:   Was wird aus der RGH Lunden ab dem 1.8.2010?

Antwort:     Ab dem kommenden Schuljahr 2010/2011 werden die Hennstedter und die Lundener Schulen weiterhin an den bisherigen Standorten Lunden, Lehe und Hennstedt bleiben, aber organisatorisch (an den drei Standorten) zu einer,  nämlich der „Grund- und Gemeinschaftsschule Hennstedt-Lunden mit Außenstelle Lehe“ zusammenwachsen! Dieses Zusammenwachsen zu einer starken Einheit bereiten beide Schulen nunmehr bis zum Sommer 2010 gemeinsam vor.

 

2. Frage:   Wohin gehen die Kinder, die den Anforderungen am Gymnasium nicht gerecht werden und das Gymnasium verlassen (müssen)?

Antwort:    Alle Schülerinnen und Schüler, die zum jetzigen Zeitpunkt die Klassen 5 bis 9 (Hauptschulteil) oder 5 bis 10 (Realschulteil) besuchen, werden dieses bis zu ihrem Abschluss bzw. bis zum Ende ihrer Schulzeit auch weiterhin tun können! Die beiden Bildungsgänge Haupt- und Realschule bleiben haben bis dahin Bestandsschutz.
Die Gemeinschaftsschulklassen beginnen zum 1. 8. 2010 erstmalig mit der Klassenstufe 5!!!

 

 

3. Frage:   Dürfen auch Kinder, die nicht im Bereich der Lundener Schule wohnen, an der Gemeinschaftsschule Hennstedt-Lunden am Standort Lunden angemeldet werden?

Antwort:   Eindeutig JA! Eltern, die ihre Kinder nicht an der für sie zuständigen Schule anmelden wollen, müssen die zusätzlichen Fahrtkosten aber selbst tragen. Sollte irgendwann eine Bus-Querverbindung zwischen Tellingstedt über Hennstedt nach Lunden zustande kommen, könnten Schüler aus den Dörfern des Amtes Eider auch in Richtung Lundener RGH (und ab 1. 8. 2010 zur Gemeinschaftsschule Hennstedt-Lunden) fahren. Außerdem verfügt Lunden über eine Bahnverbindung in Richtung Heide und Husum.

 

4. Frage:   Ist der Unterschied zwischen Haupt- und Realschule nicht zu groß, als dass man beide Bildungsgänge in einer Klasse unterrichten kann?

Antwort:   Ja und Nein! Natürlich wäre es besser, beide Bildungsgänge in unterschiedlichen Klassen zu unterrichten – aber das erfordert eine höhere Lehrerversorgung. Mehr Schüler mit unterschiedlichen Begabungen in einer Klasse oder weniger Schüler mit etwa gleicher Begabung – beides bei gleicher Lehrerversorgung! Das spricht schon für sich. Wir Lehrer in Lunden wollen dennoch versuchen, in der künftigen Gemeinschaftsschule so individuell und persönlich wie irgend möglich zu helfen und fördern. Wir wollen uns auch für die Schwächsten Zeit nehmen und ihnen Erfolge vermitteln und den Leistungsstarken so viel Stoff vermitteln, dass sie möglichst optimal gefordert und auch auf weiterführende Schulen vorbereitet werden. 

 

5. Frage:   Verfügt die Lundener Schule über die geeignete Ausstattung, die den zukünftigen Ansprüchen genügen kann?

Antwort:   Eindeutig JA! Für die Schüler von Klasse 5 bis 10 gibt es z. B. folgende Fachräume: Informatik (allerneuester Stand der Technik!) + Physik (neuer Fachraum) + Biologie/Chemie + Haushaltslehre (neuer Fachraum) + Technik + Textiles Werken + Kunst + Film + Musik (in Vorber.) + Schülervertretung / Konfliktlotsen. Außerdem sind nahezu alle Haupt- und Realschulklassen mit neuem Mobiliar (Einzeltische und Stühle) ausgestattet. Ganz besonders hervorheben möchten wir auch die vorbildliche Eigeninitiative vieler Lehrer, Eltern und Schüler bei der gemeinsamen Klassenraumgestaltung. Richtig wohnlich sieht es dort aus, weil die Schüler ihren Raum den eigenen Vorstellungen entsprechend streichen und ausstatten durften.

 

6. Frage:  Überall liest man über Gewalt oder Aggression an Schulen. Hat die RGH Lunden damit auch so große Probleme?

Antwort:   Eindeutig und erfreulich: NEIN! Seit vielen Jahren schon arbeiten die Lehrkräfte gemeinsam mit den Schülern, Eltern und außerschulischen Partnern zusammen, um gegen Sucht oder Gewalt etwas zu bewirken. Und der Erfolg gibt uns Recht! Die Zahl der auffälligen Schüler hält sich in vergleichbar deutlich niedrigen Grenzen. Außerdem steht der Schule rund um die Uhr ein Schulsozialarbeiter zur Verfügung, der auch außerordentlich erfolgreich die Pädagogische Insel betreut.

 

7. Frage:  Wodurch kommen solche Erfolge zustande?

Antwort:   Alle gemeinsam müssen ihre Kräfte bündeln, Verständnis und Toleranz füreinander aufbringen und den Willen haben, auf Gewalt zu verzichten. Wo Angst regiert, wird Gewalt folgen! Nur starke Kinder und Jugendliche können den Versuchungen widerstehen. Die allermeisten Schüler unserer Lundener Schule sind freundlich und hilfsbereit. Besonders hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang folgende Programme oder Projekte:

 

8. Frage:  Gibt es an der RGH Lunden auch Projekte, Maßnahmen oder Vorhaben, die neben dem Unterricht den Lernerfolg und die Gemeinschaft fördern?

Antwort:   Eindeutig JA! Es gibt wohl nur wenige vergleichbare Schulen, die noch mehr auf diesem Gebiet anbieten. Dafür nenne ich gerne ein paar Beispiele aus unserem vernetzten Konzept:

  • Lernkompetenztraining „Lernen lernen“ für die 5. Klassen
  • Leseförderung in der Grundschule:     Bücherbus
  • Leseförderung „Niemanden zurücklassen – Lesen macht stark“ in der Hauptschule
  • eine aktive Schülervertretung, die sich auch um die Jüngsten kümmert (Kl. 1 bis 4)
  • Berufsorientierung mit: dem Berufswahlpass, Bewerbungstraining, Betriebspraktika, regelmäßigen Sprechstunden der Arbeitsagentur und Praxistagen an weiterführenden Schulen
  • Berufsorientierung durch „Stärkeorientierte Berufswegeplanung“ – ein sicherer „Fahrplan“ (meine Stärken – meine Schwächen) durch die Klassen H 8 und H 9
  • Naturwissenschaftlicher Unterricht auf hohem Niveau durch die Fortbildungsoffensiven für Lehrkräfte „Sinus-Transfer-Schule“ (Fächer:Nawi und Mathematik) und „Forschungsexpress“ der Uni Kiel (Fach: Heimat- und Sachunterricht)– landesweit vorbildlich
  • Kinder sicher machen in: 1. Hilfe – Notruf- Rettung – Sicherheit im Bahnbereich
  • Schüler als Ersthelfer
  • vielfältiges Pausenfrühstück in beiden Schulteilen -  eine Elterninitiative
  • Spiel- und Bewegungsoffensive auf den Schulhöfen (der Anfang ist getan):
  • Neuer Kletterturm für den Schulhof der Grundschüler (Herbst 2007) und
  • Neuer Streetsoccer-Court für den Schulhof der Haupt- und Realschüler (Ostern 2008)

 

 

Besonders dankbar sind wir den vielen Freiwilligen, ehrenamtlich Tätigen und Spendern, mit deren Hilfe wir eine Reihe der Angebote für die Kinder vorhalten können.

Mit all diesen Aktivitäten und Schwerpunkten fühlen sich Lehrer, Schüler und Eltern in Lunden in ihrer Schule auf dem richtigen „Schulweg“.

 

Dieter Beuse            Ulrich Fleischhauer                       Jens-Peter Wiborg

Schulleiter               stellv. Schulleiter                        Schulelternbeiratsvorsitzender