ehemalige RGH Lunden mit Außenstelle Lehe

Schleswig-Holstein-Fahrt 2010 der Klassen 4a und 4b

Am Montag, dem 28. Juni 2010 begaben sich die beiden Lundener Grundschulklassen 4a und 4b auf die für diese Jahrgangsstufe im Lehrplan verankerte Schleswig-Holstein-Fahrt.

Der Tag versprach sonnig und warm zu werden, ideale Bedingungen also für das Aufsuchen außerschulischer Lernorte.

Pünktlich wie gewohnt erwartete uns der neueste klimatisierte Reisebus der Firma Breiholz nebst Fahrer Helge, morgens um halb neun vor der Schule. Die beiden Klassenlehrkräfte Christin Kröger, Holger Dahlke sowie unser Reiseleiter Hans Wischmann waren froh, nicht auf dem gleichzeitig stattfindenden Klamaukvormittag der Abschlussklassen vorgeführt zu werden.

 

Die erste Etappe führte uns über die alte B5, entlang der Grenze von Marsch und Geest, über Kleve auf’s Kliff in die hohe Geest. Über Hennstedt ging es weiter nach Breiholz bis an den Nord-Ostsee-Kanal. Wir folgten dem Lauf des NOK bis nach Rendsburg zum Hotel Conventgarden, wo uns Helge das erste Mal verließ. Vor uns lag ein unglaublich langer Fußgängertunnel, welcher uns unter dem Kanal hindurch auf die Südseite führte. Die Tunnelröhre ist 131 m lang, der Höhenunterschied von ca. 28 m zum Bodenniveau wird mit je zwei Rolltreppen von 55,9 m (Fahrzeit zwei Minuten) und einem Aufzug auf jeder Seite des Kanals überwunden.

Die anschließende viertelstündige Wanderung über die Großbaustelle der Firma REpower stellte die Geduld einiger unserer Eleven schon auf die Probe, glücklicherweise erwartete uns an der Schwebefähre Rendsburg eine kurze Verschnaufpause. Das technische Meisterwerk beförderte uns heil auf die andere Kanalseite und im Bus genossen wir anschließend die kurze Fahrt zur Autofähre nach Schacht-Audorf.

Nun war es nicht der Zweck unserer Fahrt, den Kanalüber- oder Unterquerungs-Rekord zu brechen und so steuerte Helge den Bus über das Gut Emkendorf nach Westensee, dem Ort unserer ersten längeren Pause.

Leider hatten alle gastronomischen Einrichtungen vor Ort montags geschlossen, Toiletten gab es auch nicht und so mussten einige Kinder offenbar ungewohnte Erfahrungen mit der Natur machen. Andere hatte ihre Verpflegung bereits aufgegessen und der absinkende Blutzuckerspiegel bewirkte erste Halluzinationen. Im festen Glauben, ein Storch zu sein, wurde auf der Suche nach Fröschen durchs ufernahe Wasser gestakst; ein Schüler schwor felsenfest, im Westensee von einem Hummer gebissen worden zu sein. Um Schlimmeres zu verhindern, verließen wir den Ort alsbald und flüchteten (vor den Hummern) in Richtung Kiel.

Am Landeshaus verließen wir den Bus und kämpften uns am Fördeufer entlang, durch die Aufräumarbeiten der Kieler Woche hindurch, bis zur Reventlow-Brücke. Eine vierzigminütige Fährfahrt durch die Kieler Förde Richtung offene See brachte uns schließlich nach Laboe.

Herr Wischmann als ehemaliger Kieler Student, glänzte mit hervorragender Ortskenntnis und erklärte uns die Sehenswürdigkeiten entlang unserer Route. Gnadenlos trieb uns unser Reiseleiter nach der Ankunft durch die Massen an Touristen, welche den sonnigen Tag am Laboeer Strand genossen. An keiner der zahlreichen Eis- und Imbissbuden durfte gehalten werden, schließlich waren wir im Auftrag der Bildung unterwegs und diese wird in unserem Bundesland ja immer teurer…

Majestätisch ragte alsbald der Turm des 85 m hohe Marineehrenmals vor uns auf, welches von der Mehrheit unserer SchülerInnen angstfrei erklommen wurde. Die eher Bodenständigen unter uns interessierten sich mehr für eine Begehung des U-Bootmuseums. Das U-995 steht seit 1972 am Strand von Laboe als technisches Museum vor dem Marine-Ehrenmal. Anschließend durften endlich alle ihr Taschengeld in Eis, Naschis und Deftigeres umsetzen.

Es folgen einige Panoramafotos von der Turmspitze (mal anklicken), die Sicht war an diesem Tag einfach gigantisch.

Blick nach Westen Blick nach Westen
Strand im Nordosten von Laboe Strand im Nordosten von Laboe
Fördeufer Richtung Kiel Fördeufer Richtung Kiel

Der letzte Abschnitt unserer Tour führte noch ein wenig weiter nach Osten, zum Irrgarten von Probsteierhagen. Endlich konnte sich auch das Begleitpersonal mal zurücklehnen, während die Schutzbefohlenen den Ausgang aus dem Labyrinth suchten – herrlich…

Gegen halb sechs hatten sich alle ausgiebig bewegt und Helge lenkte die 20 Tonnen Hightech zurück auf den heißen Asphalt in Richtung Heimat, welche wir dann gegen 19 Uhr auch wohlbehalten wieder erreichten. In Minutenschnelle waren verschwitzte Kinder in Elternautos verschwunden und unser Ausflug war Geschichte. Aber schön war es mal wieder, oder?

 

 

Fotogalerie


(Die einzelnen Fotos können  per Mausklick vergrößert werden,

 Diashow mit Steuerelement rechts unten am Bildrand starten)

Download des Fotoarchivs - 108 Fotos, Auflösung 1024 x 768 pt
Schleswig-Holstein-Fahrt 1024 x 768.zip
Komprimiertes Archiv im ZIP Format [25.5 MB]
Download