Tagesfahrt der Klassen 3a & 3b durch Dithmarschen am 9. Juni 2009
Das Wetter meinte es alles andere als gut mit uns, als die beiden Klassen 3a und 3b nebst ihren Klassenlehrkräften Frau Kröger und Herrn Dahlke zur obligatorischen Dithmarschenrundfahrt antraten. Am Dienstag, dem 9. Juni 2009 um 8.30 Uhr, stiegen wir vor unserer Schule in einen bequemen Reisebus, um in den kommenden neun Stunden diverse „außerschulische Lernorte“ aufzusuchen und dabei etwas über Dithmarschen zu lernen.
Zusätzlich spendierte uns die Schulleitung für die Tour noch Herrn Wischmann, welcher als einheimischer Reiseleiter und Dithmarschenprofi die Sehenswürdigkeiten fachkundig kommentierte.
Klasse 3b "ready for rumble"
Den Vormittag verbrachten wir in der Kompostierungsanlage Bargenstedt und genossen nach einem gesunden Frühstück eine ausgiebige Führung durch die Anlage. Die Mitarbeiter der KBA gaben sich alle Mühe, uns den Kompostierungsprozess hautnah beizubringen und die Fragen der Kinder zufriedenstellend zu beantworten. Das Lernen erfolgte modern und ganzheitlich, insbesondere die Nase lernte mit….
Die Welle Nord ist vor Ort
Wenn Engel reisen, sind die Medien natürlich nicht weit. Daher erschien zwischenzeitlich ein Radioreporter des NDR und führte einige Interviews mit unseren Schülerinnen und Schülern durch. Den Abschluss des Rundganges bildete eine Tour durch den „Tastgarten“, die Kinder konnten hier Gegenstände erfühlen und der passenden Entsorgungsart zuordnen.
Schleusenanlage Brunsbüttel
Gegen Mittag glitten wir wieder geschmeidig vom Hof und visierten unser nächstes Ziel Brunsbüttel an. Vorbei am AKW, rollte unser Bus alsbald im Zeitlupentempo über die Hochbrücke Brunsbüttel, die längste Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal. Für die Rückkehr nach Dithmarschen nutzten wir dann die kostenlose Fähre über den Kanal. Unser Fahrer setzte uns in der Nähe der beeindruckenden Schleusenanlage ab.
Spaziergang an der Schleuse
Die folgende Flucht vor dem Regen endete im Brunsbütteler Schleusenmuseum.
Ganz nahe an der Schleuse gelegen, gibt es einen hervorragenden Überblick vom Bau, der Bedeutung und den Problemen des Nord-Ostsee-Kanals. Die Museumspädagogen hatten eine kindgemäße Rallye durch den Ausstellungsraum sowie zwei Dokumentarfilme über den Bau und Betrieb des Nord-Ostsee-Kanals vorbereitet – der Besuch hier ist durchaus empfehlenswert. Anschließend unternahmen wir einen wetterangepassten Rundgang durch die Schleusenanlage mit kurzem Mittagsmahl aus der Tupperdose.
Seehundstation Friedrichskoog
Der Nachmittag meinte es wettertechnisch deutlich besser mit uns und die Kinder strömten bald in T-Shirts in die Seehundstation Friedrichskoog. Hier verbrachten wir eine gute Stunde, während unsere Eleven völlig selbstständig das Dargebotene erkundeten. Für sie war dieser Punkt sicherlich das Highlight der Tour – jede Menge niedliche Robben, welche sogar Vornamen hatten, konnten sowohl unter als auch über Wasser aus nächster Nähe bestaunt werden. Der Weg nach draußen führte zwangsläufig durch den Souvenir-Shop, so konnten die Kinder noch etwas Taschengeld in Mitbringsel umsetzen und damit ganz nebenbei noch etwas für den Erhalt der Seehundstation tun.
WAHR DI GARR, DE BUR DE KUMT!
Der Rückweg in Richtung Nordosten führte uns hinter Meldorf an der Dusenddüwelswarf bei Hemmingstedt vorbei. Ein letzter kurzer Stopp am Denkmal der legendären Schlacht diente der Vermittlung entscheidender Geschichtskenntnisse. Herr Wischmann schilderte die Begegnung Dithmarschen gegen den "Rest der Welt" vor fast genau 500 Jahren derart überzeugend, dass die Dithmarscher Nachkommenschaft anschließend mit deutlich erhöhtem Selbstbewusstsein in den Bus stieg. Der traurige „Rest der Welt“ (Kröger/Dahlke) trottete niedergeschlagen und abgemeldet hinterher. Wulf Isebrand war der Mann der Stunde und hätte in diesem Augenblick sogar Mladen Petric alt aussehen lassen.
Als wir abschließend mit einer guten halben Stunde Verspätung die heimatlichen Gefilde erreichten, wurden wir von der versammelten Elternschaft bereits sehnsüchtig erwartet. Mit atemberaubender Geschwindigkeit war der Nachwuchs im elterlichen Fahrzeug verstaut und wenige Minuten nach Ankunft des Busses zeugten nur noch Reifenspuren von der Übergabe.
Fotogalerie
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